Master Studium Maschinenbau, Mechatronik in Deutschland - 4 Studiengänge

Masterstudium_Maschinenbau_Mechatronik
Die Mechatronik bezieht ihren Mehrwert aus der Analyse des Zusammenspiels von Mechanik und Elektronik. Sie treibt damit die Entwicklung automatisiert fahrender Fahrzeuge ebenso an wie eine neue Generation von Kommunikationssystemen. Maschinenbau, die klassische Ingenieursdisziplin, bildet nach wie vor die Speerspitze bei Entwicklung, Entwurf Bau neuer Geräte, Industrieanlagen oder Fahrzeuge. Aufbau und Inhalt des Studiums zeigen, dass neben Physik und industrieller Fertigungstechnik auch die Informatik eine immer wichtigere Rolle spielt. Die Voraussetzungen für die Studienzulassung sind teils sehr niederschwellig, teils geknüpft an entsprechende Vorstudien und Praxiserfahrung. Die Berufsaussichten und Gehälter in diesem hoch innovativen Feld sind nach wie vor exzellent, beispielsweise im Bereich des Automobil- oder Anlagenbaus.

Masterstudiengänge Maschinenbau, Mechatronik Deutschland

Auf www.postgraduate-master.de stellen wir Ihnen vier Masterstudiengänge aus der Fachrichtung „Maschinenbau, Mechatronik“ vor. Es handelt sich dabei um drei Präsenzstudiengänge sowie einen Fernstudiengang. Sie werden von folgenden Bildungsanbietern angeboten: Hochschule Furtwangen, FOM Hochschule für Oekonomie & Management und Wilhelm Büchner Hochschule.

Die Studiendauer beträgt drei bis vier Semester. Die Studiengänge schließen mit den Abschlüssen M.Sc. oder M.Eng. ab, die über Deutschland hinaus international anerkannt werden. Die Studiengänge werden berufsbegleitend und in Vollzeitform angeboten. In unseren FAQs finden Sie allgemeine Informationen zum Masterstudium in Deutschland.

Die Masterstudiengänge aus der Fachrichtung „Maschinenbau, Mechatronik“ werden in folgenden Bundesländern sowie als Fernstudium angeboten:

Aufbau und Inhalt des Studiums
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Mechatronische Systeme bestehen aus gekoppelten mechanischen, elektrischen, magnetischen, thermischen oder auch optischen Bauteilen. Beispiele dafür, wo, solche mechatronischen Systeme überall eingesetzt werden können sind automatisierte Getriebe, Robotik, Antiblockiersysteme, Festplatten oder auch Windkraftanlagen. Und aus diesem Profil ergeben sich auch die Studieninhalte: Da spielt im Studieneingang die Mathematik eine ebenso wichtige Rolle wie Programmieren, Technisches Management oder die Grundlagen der Computerwissenschaft. Später lernen die Studierenden auch das computergestützte Planen, Entwerfen und Konstruieren von Bauteilen. Sie erweitern und vertiefen ihr technisches Englisch und erlernen das Projektmanagement. Daran knüpfen in der Folge die Kernfächer des Studiums an: Angewandte Fluidmechanik, Design elektronischer Systeme, sowie Aufbau und Funktionen mechatronischer Systeme – Studierende lernen hier auch, Simulationen durchzuführen.

Die Schlussphase des Studiums ist üblicherweise ganz der Master-Arbeit gewidmet. Auch im Maschinenbau geht es um Mathematik, computergestütztes Entwerfen (CAD) und Anwendungsprogrammierung. Ergänzt wird dies durch Höhere Technische Mechanik, Methoden der Systementwicklung und die Mehrkörpersystemanalyse. Das Advanced Precision Engineering spezialisiert sich auf die Werkstofftechnik, verschiedene Konstruktionsmethoden, die Antriebs- und Regelungstechnik sowie Messtechniken und industrielle Fertigungstechniken und Verfahren. Applied Computational Mechanics schließlich widmet sich ganz der Simulation: Computergestützte Verfahren prüfen und testen das Produkt während seiner Entwicklung in allen Entwicklungsstadien.

Studieninhalte und Beispiele für Vorlesungen

Je nach Bildungsanbieter erfolgt die Ausbildung in verschiedensten Kernbereichen. Hier finden Sie beispielhafte Studienschwerpunkte und dazu ausgewählte Vorlesungen für das Master Studium Maschinenbau und Mechatronik:

Strukturoptimierung mit der FEM
  • Optimierung mechanischer Strukturen
  • Formoptimierung CAD-basiert
  • Topologieoptimierung
Mehrkörpersystemanalyse
  • Verwendung lokaler und globaler Koordinaten
  • Kinematische Schleifen
  • Minimalkoordinaten
Technische Programmierung in C++
  • Besonderheiten von C++
  • Objektorientierte Programmierung in C++
  • Programmierung von Berechnungen
Design elektronischer Systeme
  • Operationsverstärkerschaltungen
  • Bandgapelemente und Komparatoren
  • Field Programmable Analog
Voraussetzungen für das Master Studium Maschinenbau und Mechatronik
Die Voraussetzungen für die Studienzulassung sind sehr unterschiedlich gestaltet. Während manche Anbieter keinerlei nennenswerte Studienplatzbeschränkungen oder Aufnahmekriterien vorsehen, gibt es bei anderen Programmen klare Kriterien. So wird etwa ein facheinschlägiges Vorstudium erwartet, idealerweise Mechatronik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Technische Informatik oder auch andere ingenieurwissenschaftliche bzw. naturwissenschaftliche Studien. Zusätzlich kann auch Berufspraxis ein Anforderungskriterium für Bewerber sein. Sie haben dann nachzuweisen, in einem der Mechatronik oder dem Maschinenbau zurechenbaren Berufsfeld gearbeitet zu haben – und zwar zwischen einem und fünf Jahren. Mitunter muss davon eine gewisse Zeit in Führungsverantwortung gearbeitet worden sein. Weiters müssen teilweise Englisch-Kenntnisse auf Niveau B2 nachgewiesen werden.
Berufsaussichten und Gehälter nach dem Master Studium Maschinenbau und Mechatronik
Absolventen finden in erster Linie in der Industrie Arbeit. Überall da, wo das Zusammenspiel mechanischer und elektronischer Bauteile gemanagt werden muss, sind sie anzutreffen. Typische Branchen sind etwa die Automatisierungstechnik, der Maschinenbau, die Fahrzeugproduktion (dies kann Schienenfahrzeuge wie auch Kraftfahrzeuge betreffen), die Herstellung von Luft- und Raumfahrzeugen, die Informations- und Telekommunikationstechnik oder auch die medizinische Technik. Auch der Industrieanlagenbau ist häufig Arbeitgeber. Mechatroniker und Maschinenbauer werden zur Wartung, für Service und auch Reparatur bestehender Anlagen eingesetzt – beispielsweise in großen Fertigungssystemen, etwa im Automobilbau. Auch die Schwerindustrie mit ihren Produktions- und Fertigungsanlagen kommt als Arbeitgeber in Frage. Ganz ähnlich ist die Situation für Maschinenbau-Absolventen. Sie werden vorrangig in den Funktionen Entwicklung und Konstruktion, Produktion und Fertigung, aber auch für die Instandhaltung bestehender Anlagen eingesetzt. Zudem planen sie häufig die Logistik, übernehmen die Projektierung, arbeiten im technischen Verkauf oder übernehmen Aufgaben in der Ausbildung. In Branchen wie etwa der Maschinenbauindustrie, der Metallindustrie oder im Bau- und Architekturgewerbe begleiten sie Projekte, planen und warten komplexe Anlagen, analysieren und verbessern Fertigungsprozesse oder verantworten die technische Qualitätssicherung.
Einstiegsgehälter variieren je nach Branche und Funktionsgruppe. Sie betragen etwa zwischen 26.000 € und 32.000 € brutto jährlich. Mit zunehmender Berufserfahrung und abhängig von der Größe des Projektes kann dies allerdings markant ansteigen – Spitzen von bis zu 60.000 € brutto im Jahr sind nicht ausgeschlossen. Achtung: das Lohnniveau sowie die Besteuerung sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich.